Best Buddy

von JIT - 2016/05/27

Was erwartet einen frisch gebackenen IT Hero, wenn er seinen ersten JIT-Arbeitstag bestreitet? Die Antwort findet ihr hier:

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Vorfreude gepaart mit etwas Lampenfieber begleiten oft den ersten Arbeitstag in einer neuen Firma. Damit einem erfolgreichen Einstieg nichts im Weg steht, erwartet neue JIT Mitarbeiter neben bereits vorbereitetem Laptop, Systemzugängen und Arbeitsplatz ein persönlicher Buddy, der ihnen die ersten Wochen nicht von der Seite weicht.

Aufgabe des Buddies ist die Einschulung des Heroes in das jeweilige Projekt. Dies umfasst neben den projektspezifischen Arbeitsprozessen und Organisationsstrukturen vor allem die Vermittlung des technischen und domänspezifischen Wissens. Ziel ist es, den neuen Mitarbeiter möglichst rasch auf ein hohes Produktivitätsniveau zu heben und eine selbständige Arbeitsweise zu ermöglichen.

Die Einschulung gliedert sich grob in folgende Phasen:

1. High-Level Überblick

Der Buddy skizziert ein Bild der Domäne. Es werden die Systemarchitektur, die Aufgaben der unterschiedlichen Komponenten sowie deren Zusammenspiel erläutert. Hier hat es sich bewährt, die tatsächliche Verwendung des Systems aus Sicht des Endnutzers zu präsentieren.

2. Low-Level Details einer Komponente

Um einen Informationsüberfluss zu vermeiden, wird der Schwerpunkt auf eine Komponente gelegt, deren Funktionalität anhand des Quellcodes im Detail durchgegangen wird. Nachfolgende Tasks werden auf diesen Codeteil eingegrenzt.

3. Kooperatives Arbeiten

Zusammen mit dem Buddy werden die ersten Tasks als Pair-Programming-Aufgabe durchgeführt, d.h. zwei Entwickler arbeiten auf einem Rechner. Während ein Entwickler die aktive Rolle einnimmt und den Quellcode schreibt, verharrt der zweite Entwickler in einer observierenden Rolle. Er skizziert den Lösungsweg und identifiziert potentielle Probleme. Die Rollen werden regelmäßig getauscht. Durch diese agile Arbeitsweise wird nicht nur die Wissensvermittlung und Teambildung forciert und beschleunigt, sondern auch die Codequalität erhöht.

4. Autonomes Arbeiten

Nach den ersten Wochen werden Aufgaben eigenverantwortlich gelöst. Die Stützräder werden aber nicht entfernt, der Buddy ist im Hintergrund unterstützend wirkend. Die Behebung von Bugs eignet sich besonders für diese Aufgaben. Nach dem Abschluss eines Tasks wird ein Code Review durchgeführt, in dem die Lösung vorgestellt, Verbesserungsvorschläge unterbreitet und etwaige Probleme durch den Buddy aufgezeigt werden.

5. Expansion auf weitere Systemteile

Kontinuierlich werden weitere Komponenten eingeführt und darauf abzielende Tasks sowohl mittels Pair-Programming als auch selbständig gelöst. Die benötigte Hilfestellung des Buddies reduziert sich fortlaufend.

Das Gelernte wird stets in Form von Glossars, Anleitungen und Systembeschreibungen zu Papier gebracht. Dadurch wird einerseits das neue Wissen gefestigt, andererseits dienen diese Ressourcen als Trainingsmaterial für zukünftige Heroes, deren potentieller Buddy der dann erfolgreich eingeschulte Mitarbeiter ist.

 

Arthur

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