Transparentes Festpreis-Angebot

von JIT - 2015/09/7

Geht es um Individualsoftware-Entwicklung so geben sich viele IT-Dienstleister Mühe Festpreis Angebote zu vermeiden. Auch ist es der Fall, dass sich die Zusammenstellung der Aufwände nicht immer in jener Klarheit erschließen wie es vom Kunden erwartet wird.

Bezüglich Verrechnungsart wird oftmals die Abwicklung nach tatsächlichem Aufwand - also Time & Material - fokussiert. Dies bedeutet im Klartext die vollständige Übernahme des Risikos durch den Kunden.

Aus Sicht des IT Dienstleisters ist dies die perfekte Lösung – ausgenommen bis auf einen wesentlichen Aspekt: dem Kundenwunsch entsprechend Planungs- und Budgetsicherheit zu entsprechen.

Betrachtet man das Thema Abwicklung auf Festpreisbasis etwas näher so ergeben sich einfache Regeln für den IT Dienstleister, welche sich positiv auf eine Risikominimierung auswirken:

  • Unabhängig der Gesamt-Projektgröße ist darauf zu achten, dass einzelne atomare Aufgaben (z.B.: funktionale Anforderungen) eine maximale Größe an Aufwand nicht überschreiten dürfen. Ist dies der Fall so muss die entsprechende Aufgabe abermals aufgeteilt werden.
  • Dem IT-Dienstleister muss die Möglichkeit gegeben werden sich mit der Infrastruktur, den Technologien und den handelnden Personen des Kunden vertraut zu machen.
  • Klare Kommunikation bezüglich der Qualität der zugrunde liegenden Dokumente (Spezifikationen, etc.). Im Bedarfsfall hat eine Überarbeitung zu erfolgen. Gibt es diesbezüglich keine Einigung zwischen den beiden Parteien so ist dies der korrekte Zeitpunkt sich einem anderen Projekt zu widmen.

Man muss die Angelegenheiten nicht komplizierter machen als sie ohnedies sind.

Neben dem verbindlichen Preis ist für den Kunden die Nachvollziehbarkeit der zugrundeliegenden Aufwände von höchster Priorität.

Hand auf‘s Herz, wie oft haben Sie als Entscheidungsträger zu ein und derselben Anforderung mehrere Angebote erhalten und konnten diese nicht miteinander vergleichen? Ergänzend hierzu macht es oftmals die angeführte Aufteilung der Kosten unmöglich für einzelne Positionen den ROI zu errechnen.

Auch hierzu gibt es eine einfache Lösung: Das Auflisten nach fachlichen Anforderungen mit dem jeweiligen Kosten. Im Idealfall nachvollziehbar durch eine offizielle Metrik, beispielsweise dem Function-Point-Verfahren.

Fazit:

Beachtet man neben dem erforderlichen technischen Skillset einige Verhaltensweisen sowie Regeln und stellt man darüber hinaus Überlegungen an wie ein Angebot aus Kundensicht gestaltet  sein soll, so hat man gute Chancen den Auftrag zu gewinnen.

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