Mein Start ins Berufsleben als Developer

„Mein Start ins Berufsleben als Developer.“

Hallo, mein Name ist Tom und ich habe ein Problem … aber lasst uns am Anfang starten. Es war ein veregneter Novembertag vor über 20 Jahren als ich das Licht der Welt erblickte… oh mist, zu weit?

Letzten Sommer fasste ich den Entschluss, dass es an der Zeit wäre, mich nach der ersten Vollzeitstelle meines Lebens umzusehen. Mitten im Endspurt meines Studiums (oder eher der letzten Ferien meines Lebens *schnief*) machte ich mich also auf die Suche nach einer adäquaten Stelle und da sprang mir jene amüsante Ausschreibung ins Auge, die mein Schicksal besiegeln sollte. Von IT-Heroes und Superkräften war da die Rede! Mein Nedherz begann zu schlagen und ich durchstöberte nebst der offiziellen Webseite auch das Netz um Informationen zur Firma und meinem potenziellen Chef. (Manch einer mag es auch Stalking nennen :))
Nachdem ich mir etwas Mut ange- nach eindringlicher Überlegung, fasste ich den Entschluss, mein Glück bei J-IT zu versuchen. Zwar wusste ich, dass viele Arbeitgeber unbedingt auf ein abgeschlossenes Studium pochen, doch mein nicht nicht ganz orthodoxes Bewerbungsschreiben verfehlte sein Ziel nicht.

Und wem soll ich nun etwas vorgaukeln? Natürlich ist es eine Umstellung vom studentischen »Lotterleben« (ach, wenn es doch nur so gewesen wäre!) in eine Fixanstellung zu wechseln in der man in einem Monat soviel arbeitet wie sonst in einem halben Jahr (Klischees jetzt alle bedient? :)). Allerdings ist die Motivation auch eine ganz andere… wobei, eigentlich nicht. Abgesehen von mehr Geld in der Tasche blieb meine Grundeinstellung nämlich dieselbe: Beständige Weiterentwicklung. Das gelingt mal mehr, mal weniger, aber:

Die Arbeit mit Legacy-Technologien lernt man auf einer Universität nur bedingt – meist lächelt man lediglich darüber, wenn eine Anekdote in diese Richtung fällt – und wenngleich oftmals frustrierend, bringt sie einem doch einen nicht zu unterschätzenden Wissenszuwachs und sei es bloß ein »Urks, so macht man das aber nicht!«.
Neben antiken Relikten aus einer Zeit als Computer noch mit Dampf betrieben wurden, kommt allerdings auch die Arbeit mit (für mich) neuen Technologien nicht zu kurz. Die Mischung macht´s eben. (Randnotiz: Diesen Absatz aufheben, falls ich mal wieder an Uralt-Code verzweifle)

Woran ich mich noch nicht ganz gewöhnt habe, ist eine gewisse Volatilität bei den Arbeitspaketen und die Priorisierung von Aufgaben, die bisher ja stets bei mir selbst lag. Aber auch das wird mir mit der Zeit bestimmt leichter fallen.

Was ich an meinem Job wirklich liebe, ist der kunterbunte Haufen an Kollegen, die mehr an eine große Familie erinnern (bin ich dann eigentlich das schwarze Schaf?). Kaum eine Stunde vergeht, in der nicht von Herzen gelacht wird und jeder noch so trübe Tag vergeht, wenn man gemeinsam auf ein Ziel hin arbeitet. Egal wie schwierig eine Deadline auch einzuhalten sein mag, unseren (Galgen)Humor hat uns noch kein Kunde oder Releasetermin nehmen können. Die monotonsten Arbeiten (ja, auch die gibt es) werden erträglich, wenn man mit Leuten in einem Raum sitzt, die man mag. (*)

(*) Nein, ich wurde nicht gezwungen das zu schreiben und aua… nicht zwicken!

PS: Hilfe, ich wurde doch gezwungen das zu schreiben!

Top